Freystadt - Hier erleben Sie was!

Kalender der Freystädter Geschichte

Jahr
Ereignis
1298 
Freystadt wird erstmals im hebräischen Memorbuch in Nürnberg erwähnt. Dieses Buch ist eine der ältesten Traditionen des Totengedenkens im Judentum.
1305
Am 22. März erkennt Hylpolt von Stein das Patronatsrecht des Bischofs von Eichstätt an. Im gleichen Jahr erfolgt der Bau der Pfarrkirche St. Peter und Paul.
1332
Das Stadtsiegel wird bezeugt. Aus diesem Anlass fand 1982 die 650-Jahr-Feier zur Verleihung der Stadtrechte statt.
1367
Stiftung eines Spitals durch Hylpolt von Stein mit Höfen in Oberndorf, Bachhausen und Greiselbach. Viele Alte und Arme erhalten bis in die jüngste Zeit Nahrung und Obdach.
1393
Auf Ersuchen von Rat und Bürgern bestätigt Herzog Stephan III. den Stadtrechtsartikel aus der Zeit Hylpolts. Nach Stadtrechtsprivileg hat der Rat die niedere Gerichtsbarkeit, und die Bürger wählen den Rat. Im Privilegienbuch sind neun Jahrmärkte vermerkt (Fastnachtsonntag, Walburga, Michaeli, Martini, Weihnachten, Bonifaz, Peter und Paul, Jakobi und Ägidi). Der Walburgi- und Michaelimarkt findet noch heute statt.
Um 1400
Zwar gibt es in „Freienstatt” noch keinen Schulzwang, aber doch schon Schulunterricht. Am Jahrtag für den Spitalstifter muss der Schulmeister mit seinen Schülern teilnehmen.
1439
Bau des neuen Spitals. 
1454
Freystadt steht unter der Herrschaft des Pfalzgrafen Otto I. Auf Bitten des bekannten Predigers und später heiliggesprochenen Johann Capistrans lässt dieser auf dem Möninger Berg ein kleines Franziskanerkloster bauen.
1504
Im März wird der Stadtrichter und Stiftungsverwalter von Freystadt in Nürnberg enthauptet, denn er repräsentiert den Status der Stadt. Während des Landshuter Erbfolgekrieges belagern die Nürnberger Freystadt. Mit einigen wenigen Soldaten kann Sebastian Wüstenfelder sie vertreiben. Dabei wird er jedoch gefangen genommen.
Mitte April schickt Pfalzgraf Ruprecht, der Erbfolger Niederbayerns und Statthalter von Landshut „Geschütz und Pulver“ nach Freystadt. Der Münchner Herzog Albrecht IV. hält dies für vertragswidrig und es bricht der Erbfolgekrieg aus. Am 7. Juli erobert Georg, Sohn des Markgrafen und zugleich Burggraf zu Nürnberg, die Stadt. Am 28. August stirbt Pfalzgraf Ruprecht.
1546
Die Reformationsbewegung erreicht Freystadt. 1582 hat die Mehrheit der Gläubigen zur calvinistischen Lehre übergewechselt. 1625 führt Kurfürst Maximilian einen großen Teil der Bevölkerung wieder zur katholischen Lehre zurück.
1554Nach dem damaligen Grundsatz „cuius regio eius religio“ (wessen Gebiet, dessen Religion) haben die Bürger der Stadt und fast der ganzen Umgebung den lutherisch-calvinistischen Glauben angenommen.
1555
Die Franziskaner werden aus dem Kloster am Möninger Berg vertrieben.
1572
Der Hugenotte Fournier aus Lyon gründet 1572 eine Drahtzieherei, die nach dem leonischen Verfahren produziert. Bis ins 19. Jahrhundert wird diese ein wichtiger Erwerbszweig in Freystadt sein. In der Blütezeit wird in 12 Fabriken kostbarer Silberdraht gezogen, der für die Drahtzieherfamilien Wohlstand und für die Arbeiter guten Lohn brachte.
1598
Der Bau des Rathauses beginnt.
1603 bis 1605
In fünf Häusern der Stadt bricht die Pest aus. Von den ca. 500 Einwohnern sterben 260 in den kommenden Jahren.
Der Pestfriedhof an der Berchinger Straße, welcher heute noch besteht, wird angelegt.
1617
Bau der Sebastianskirche neben dem Pestfriedhof.
1626
Der Gregoriansche Kalender wird in Freystadt eingeführt. 
1631
Johann Tserclaes Freiherr von Tilly erhält für seine Heldentaten von Kurfürst Maximilian Freystadt als vererbbaren Besitz geschenkt.
1632
Oberst Taupadel raubt, begünstigt durch die Nachlässigkeit der Wachposten, für den Schwedenkönig Gustav Adolf 300 beladene Proviantwagen und circa 900 Stück Vieh. Freystadt wird geplündert und angezündet. Im Rathaus verbrennen alle Akten – ein schwerer Verlust für die künftigen Rechte der Stadt. Bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges folgen abwechselnd kaiserliche und schwedische Besatzungen. Folge sind Plünderungen, Brandschatzungen, Not, Hunger, Pest, Kontributionen und Quälereien durch die Besatzung. Keine Stadt der Oberpfalz ist im Dreißigjährigen Krieg so stark in Mitleidenschaft gezogen wie Freystadt.
1641
26 Dörfer gehören zur niederen Gerichtsbarkeit des Richteramtes Freystadt. Sie mussten ihre ganzen Ertragnisse zu den Märkten nach Freystadt bringen.
1644
Die beiden Freystädter Jungen, Friedrich Steinmetz und Hans Popp setzten durch die Errichtung des Bildstockes zu Ehren der Mutter Gottes den Baubeginn der späteren Wallfahrt.
1648
Der damalige Bürgermeister Kreichwich baute an Stelle des Bildstockes eine kleine Kapelle. 
1664
Bau des neuen Rathauses. Die erste Ratsversammlung wurde im Jahre 1667 abgehalten. 
1670
Neueinweihung der Spitalkirche und der Sebastianskirche wegen Profanierung. Bei einer Profanierung bzw. Entweihung beendet der Bischof die kirchliche Nutzung eines Kirchengebäudes, z. B. wegen Abriss oder anderen Nutzung. In diesem Fall, weil kalvinistische Pfarrer das Gotteshaus nutzten.
1700
Dekan und Stadtpfarrer Georg Christian von Schwaben aus Neumarkt legt in Gegenwart des Bauherrn Graf Tilly den Grundstein für die Maria-Hilf-Kirche. Architektur und Ausgestaltung übernahmen Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi, Georg und Theresia Asam und deren beide Söhne Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam sowie Pietro Francesco Appiani.
1710
Einweihung der Wallfahrtskirche durch den Weihbischof von Eichstätt, Johann Adam Nieberlein, mit außergewöhnlicher Anteilnahme der Bevölkerung.
1712 bis 1714
Zur Betreuung der vielen Maria-Hilf-Wallfahrer wirken seit 1681 die Franziskaner am Ort. Ferdinand Lorenz Graf von Tilly setzte sich beim Bischof von Eichstätt ein, das der Bau des Franziskanerkloster genehmigt wurde.
1741
Johann Paul Ägidius Martini wird geboren, einer der größten Söhne Freystadts. Der berühmte Musiker komponiert 13 Opern sowie Kammermusiken, kirchliche Stücke, Chansons (Plaisir d´Amour) und Märsche. Er findet Anstellung als Kapellmeister an den Höfen der Prinzen von Condein Chantilly, von Artois, des späteren Königs Karl X., der Könige Ludwig XVI. und Ludwig XVIII. Sein Todestag ist der 14. Februar 1816.
1754
Im Zuge des Erbfolgekrieges gerät Freystadt in die Gewalt Österreichs. Es leidet unter den Einquartierungen der Soldaten, Zwangsabgaben und Plünderungen. Weil sich viele aus der Umgebung dem Aufstand gegen die Österreicher anschließen, werden drei Ratsherren von Freystadt als Geiseln nach Nürnberg geführt. Alle Gewehre müssen abgeliefert werden. Der Burgstall, das frühere Schloss beim Hirtenhaus, wird zur Stadtknechtwohnung. In einer kleinen Schule findet für etwa hundert Kinder Unterricht statt.
1781
Freystadt errichtet die erste Normalschule der Oberpfalz. Diese ist in etwa vergleichbar mit der heutigen Grundschule.
1802
Aufhebung des Franziskanerklosters. Die Wallfahrtskirche soll abgebrochen werden. Freiherr v. Griesenbeck, dessen Verwandter in der Wallfahrtskirche seine letzte Ruhe gefunden hatte, rettet die Kirche. Zu dieser Zeit sorgen 20 Bierwirte, 15 Bäcker, sechs Metzger und mehrere Krämer für das leibliche Wohl der Pilger.
1803
Freystadt kommt zum Landgericht Neumarkt. Der Rat darf nicht mehr die geringsten Vergehen bestrafen.
1835
Die Franziskaner kehren wieder nach Freystadt zurück. Die Bewohner des weiten Umlandes verpflichten sich, schriftlich für deren Unterhalt zu sorgen.
1850
Dr. Ernst Schweninger wird geboren. Der spätere Leibarzt Otto von Bismarcks ist bedeutender Wissenschaftler, aber von seinen Zeitgenossen nicht anerkannt. Er stirbt am 13. Januar 1924 in München.
1887
Eröffnung der neu erbauten Eisenbahntrasse von Neumarkt nach Freystadt, der sogenannten „Lerzerbahn”. Johann Lerzer hat sich als Abgeordneter aus Thannhausen energisch für den Bau der Eisenbahn eingesetzt. Weiterhin wird durch ihn der Fohlenhof angelegt. Jedes Jahr werden fortan die besten Pferde mit Preisen ausgezeichnet.
1901
Errichtung der zweiten Schule in Freystadt. Leitung und Unterricht übernehmen Schwestern aus dem Orden der Dillinger Franziskanerinnen.
1904
Die Stadt bekommt eine zentrale Wasserversorgung.
1907/1908
Das neu erbaute Krankenhaus wird von den Dillinger Schwestern übernommen.
1914 bis 1921
Anschluss an die elektrische Stromversorgung. 
1954
Der erste Tiefbrunnen (100 Meter Tiefe) wird gebohrt, um die Wasserversorgung zu sichern.
Abschluss der Renovierung der Wallfahrtskirche unter Stadtpfarrer Franz Xaver Lederer. Die Kuppel wird mit Kupferblech eingedeckt. Einst durch Nässe zerstörte und im Zuge einer Restaurierung übermalte Asambilder können notdürftig freigelegt werden.
Das Franziskanerseminar wird neu gebaut.
1962
Erweiterung des Krankenhauses auf 32 Betten. 
1971
Ausbau und Neugestaltung des Marktplatzes. Der Ausbau von Kanalisation und Kläranlage beginnt.
1972
Kommunale Gebietsreform: 14 Gemeinden der Umgebung schließen sich mit Freystadt zur Großgemeinde Freystadt zusammen. Am 1. Mai 1978 schließt sich Burggriesbach der Gemeinde an. Die Gebietsreform ist damit abgeschlossen.
1980 bis 1984
Renovierung unter dem Stadtpfarrer P. Wolfgang Zellner, bei der die Asamgemälde von ihren Hacklöchern und Übermalungen ganz befreit und von den Künstlern der Firma Preis fachgerecht eingestimmt wurden, so dass sie in ihrer Originalfassung wieder strahlen können.
1992 bis 1994
Freystadt renoviert die beiden Stadttürme, legt dabei Teile eines Freskos aus dem 15. Jahrhundert frei und schafft neue Räume für Ausstellungen. Besucher kommen hier in den Genuss des „Türmerausblicks“ über den wundervollen historischen Marktplatz mit seinen alten Fassaden und über das weite Schwarzachtal.
2006
Sanierung und behindertengerechter Ausbau des Marktplatzes in Freystadt. Die Fahrbahn wird mit gesägtem Granitkleinsteinpflaster gedeckt, und die Geräuschentwicklung somit deutlich verringert. Der Verzicht auf Bordsteinkanten ermöglicht eine durchgängige barrierefreie Nutzung.

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