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Jean Paul Egide Martini

Am 31. August 1741 erblickte in Freystadt ein berühmter Komponist das Licht der Welt: Johann Paul Ägidius Martini. Sein wohl bekanntestes Werk ist das Chanson „Plaisir d´amour“ aus dem Jahr 1784.

Schon von klein auf gab sein Vater, Schulmeister und Organist, ihm die Gelegenheit, Stiftsgottesdienste in den Freystädter Kirchen musikalisch mitzugestalten. Mit elf Jahren besuchte Martini das Jesuitenseminar in Neuburg an der Donau und beendete seine Ausbildung als Lehrer für das Orgelspiel.

Ein Oberpfälzer erlangt Weltruhm

Nach der Schule und vier Semestern Studiums der Philosophie in Freiburg verließ Martini Deutschland in Richtung Frankreich. In Nancy lernte er 1760 zwei Orgelbauer kennen, die ihm Unterkunft und Arbeit gaben. Mit seinen Kompositionen, die er in dieser Zeit schrieb, fand er bald Anstellung am königlichen Hof.

1764 heiratete er Marguarite Camulot, Enkelin des 1. Organisten der Kathedrale von Nancy, und zog mit ihr nach Paris. Neben Märschen für die Militärkapellen schrieb Martini zunächst Symphonien und Kammerkonzerte. Sein großes Ziel aber war die Oper. 1771 gelang ihm mit „L’amoureux de quinze ans, ou La double fête“ der Durchbruch.

Kurzzeitig verblasste sein Ruhm, als darauffolgende Werke beim Publikum nicht ankamen. Erst Ende 1783 meldete sich Martini mit der Oper „Le droit du Seigneur“ zurück. Das Werk wurde mit größter Begeisterung aufgenommen und blieb 25 Jahre lang auf den Spielplänen. 1788 stand Jean Paul Egide Martini auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

Der Lebensabend des Künstlers

Bei der Erstürmung der Palastanlagen 1792 tauchte Martini unter. Er geriet in finanzielle Schwierigkeiten, und ein Jahr später wurde seine Ehe geschieden. Doch dann gab es für Martini wieder einen Lichtblick, als 1814 Ludwig XVIII. ihn in sein altes Amt am Hof einsetzte. Mit seinen 73 Jahren komponierte er „Te deum“, „Domine, salvum fac regem“ und „O salutaris hostia“.

Mit einem Requiem zum Jahrestag der Hinrichtung Ludwig XVI. in St. Denis beendete Martini seine schöpferische Tätigkeit. 1816 starb Jean Paul Egide Martini in Paris.

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